Dammerstock Siedlung

Neben dem Weissenhof in Stuttgart ist die Dammerstocksiedlung in Karlsruhe eines der wichtigsten Zeugnisse des Neuen Bauens im Südwesten Deutschlands.

Unter Mitwirkung von Walter Gropius, Otto Haesler und vielen anderen Architekten entstand das Wohngebiet 1929 in nur sieben Monaten Bauzeit als Mustersiedlung des sozialen Wohnungsbaus. Die Stadt Karlsruhe hatte mit ihrem Wohnungsbauprogramm und
der daran geknüpften Wettbewerbsausschreibung von 1928 klare Schwerpunkte gesetzt: Der Dammerstock sollte kein Spielfeld für die künstlerische Avantgarde sein, sondern realisierbare Antworten auf die soziale Wohnungsfrage liefern.

Walter Gropius ging als Gewinner hervor und realisierte gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Otto Haesler und anderen schließlich
228 von 750 geplanten Wohnungen. Wegen der Weltwirtschaftskrise blieb die Siedlung zunächst unvollständig. In den 1930er Jahren wurde sie mit konventionellen Bauten erweitert. Erst 1949 setzte die Stadt den Bau gemäß Gropius’ ursprünglichen Gestaltungsideen
fort. Der mittlerweile denkmalgerecht sanierte Dammerstock ist bis heute vollständig bewohnt.

frei zugänglich / immer geöffnet

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