Kaiser und Sultan

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Nachbarn in Europas Mitte 1600 – 1700

Das Badische Landesmuseum feiert im Jahr 2019 sein 100-jähriges Gründungsjubiläum. Zum Kernbestand des Hauses zählt die weltbekannte „Karlsruher Türkenbeute“ – eine Trophäensammlung der badischen Markgrafen aus den Türkenkriegen des 17. Jahrhunderts. Wie kaum eine andere Sammlung steht sie für die Geschichte Badens und beleuchtet...

Nachbarn in Europas Mitte 1600 – 1700

Das Badische Landesmuseum feiert im Jahr 2019 sein 100-jähriges Gründungsjubiläum. Zum Kernbestand des Hauses zählt die weltbekannte „Karlsruher Türkenbeute“ – eine Trophäensammlung der badischen Markgrafen aus den Türkenkriegen des 17. Jahrhunderts. Wie kaum eine andere Sammlung steht sie für die Geschichte Badens und beleuchtet gleichzeitig deren europäische Dimension.

Erstmals widmet sich die Große Landesausstellung Kaiser und Sultan den historischen und kulturellen Ver¬fechtungen in Ostmittel- und Südosteuropa. Das im Herzen Europas gelegene und von den Osmanen Rumelien genannte Gebiet war im 17. Jahrhundert Schauplatz von Kriegen, Kon-flikten und ethnischen Unruhen. Im Spannungsfeld der Großmächte wurden Ungarn, Siebenbürgen und die Balkanhalbinsel zu Transit und Grenzräumen. Gerade dieser Korridor bildete sich auf dem europäischen Kontinent zu einem bislang kaum bekannten Tor des Wissenstransfers heraus. Die Große Landesausstellung rückt die zivilisatorischen Neuerungen in den Mittelpunkt, die im Schatten von Machtpolitik und Glaubenskonflikten entstanden: Innovationen in Architektur, Kunst und Mode oder die Einführung neuer technischer Verfahren. Hochkarätige Exponate von osmanischen oder osmanisch beein¬flussten Artefakten dokumentieren den gegenseitigen fruchtbaren Austausch.

Die Ausstellung präsentiert rund 350 Exponate. Sie vereint in großem Umfang die Sammlungen aus Karlsruhe mit der bedeutenden „Türckischen Cammer“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Darüber hinaus werden Leihgaben aus Budapest, Krakau und Wien sowie aus Ptuj (Slowenien) präsentiert. Ein wissenschaftlicher Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern von Universitäten und Museen aus Deutschland, Kroatien, Österreich, Polen und Ungarn begleitet das Projekt.

In Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden sowie den Universitäten in Graz und Zagreb.

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