Die Natur-Fahrradroute innerhalb der Stadt

Die geführte Radtour mit dem ADFC am 17. September findet leider nicht statt. 

Die Route der NaturRADtour Karlsruhe
Die Route der NaturRADtour Karlsruhe

Informationen zur Route: Rundweg gegen Uhrzeigersinn

Die NaturRADtour Karlsruhe startet hinter dem Karlsruher Schloss in Richtung Norden. Folgen Sie der Beschilderung der Route gegen den Uhrzeigersinn nach Westen (siehe Routenbeschreibung). Natürlich kann man jederzeit entlang der Strecke beginnen und enden.

1 Der Hardtwald (Naturraum Hardtebene, Landschaftsschutzgebiet Karlsruher Hardt)

Der Hardtwald nördlich von Karlsruhe ist ein zusammenhängendes Waldgebiet in Landeseigentum, das sich auf einer Länge von 16 Kilometern und einer Breite von 2,5 bis fünf Kilometern zwischen dem Karlsruher Schloss und der Gemeinde Graben-Neudorf erstreckt. Er ist ein bedeutender Lebens- und Rückzugsraum für gefährdete Pflanzen und Tiere.

2 Alter Flugplatz (Naturraum Hardtebene, Naturschutzgebiet Alter Flugplatz)

Der Alte Flugplatz ist eine große sandige Fläche mit vorwiegend niedrigem Bewuchs. Hier leben zahlreiche Pflanzen, die gut an das trockenen-heiße Klima und den mageren Boden angepasst sind. Vom Frühjahr bis Frühsommer blühen und fruchten die meisten Arten und überziehen die Fläche mit wechselnden Farbteppichen. Er ist auch Lebensraum für zahlreiche wärmeliebende Insekten und Vogelarten.

3 Rhein (Naturraum Rheinauen, Naturschutzgebiet Altrhein Maxau und Burgau, Naturschutzzentrum Rappenwörth)

Der Rhein ist eine bedeutendste Schifffahrtsstraße und Wirtschaftsader. Das hat auch die Rheinlandschaft bei Karlsruhe geprägt. Nördlich der Rheinbrücke erstreckt sich das große Raffineriegelände mit dem zugehörigen Ölhafen, zwei Kilometer südlich erreicht man den großen Rheinhafenkomplex.

Dazwischen aber ist es idyllisch und zeigt die nichtindustrielle Nutzung der Rheinniederung durch Wald, Landwirtschaft und Wasserflächen. Der Knielinger See entstand durch Kiesbaggerung aus einem früheren Altrheinarm. Das Hofgut Maxau wurde 1840 nach der Rheinbegradigung errichtet. Direkt nach dem Rheinhafen erfolgt der Abzweig zum Naturschutzzentrum Rappenwörth. Eine moderne Dauerausstellung gibt Einblicke in die Natur der Rheinaue. Auf zahlreichen Schautafeln und an vielen Modellen werden die Entstehungsgeschichte des Rheins, die ökologische Bedeutung und Wertigkeit der Aue und ihre Gefährdung durch die menschliche Nutzung dargestellt.

4 Hochgestade (Naturraum Rheinauen, Naturschutzgebiet Fritschlach)

Südöstlich des Rheinhafens bemerken wir einen auffälligen Geländesprung. Die Alb verläuft unten, an der Stelle einer ehemaligen Rheinschlinge. Im Osten steigt das Gelände steil rund zehn Meter an. Die Grenze zur oben liegenden Hardtebene bildet dieser Geländesprung, das Hochgestade.

5 Rheinauenwald (Naturraum Rheinauen)

Der Altrhein Rappenwört bildet eine typische Altrheinschlinge. Auf ihr liegt das Naturschutzzentrum. Umgeben ist es vom Auenwald mit Baumarten, die gelegentliche und nicht zu lange Überflutungen ertragen können, wie Eschen, Stieleichen, und (Schwarz-)Pappeln. Richtigen Auenwald mit regelmäßigen Überflutungen findet man nur zwischen Rhein und dem Hochwasserdamm.

6 Alb bei Appenmühle (Naturraum Hardtebene, Schutzgebiet Oberwald und Alb)

Die Alb fließt mitten durch Karlsruhe und wurde deshalb immer wieder verlegt. Bei der Appenmühle fließt die Alb auf hunderten von Metern in ihrem ursprünglichen Bett, das sich tief in die Hardtebene einschnitten hat. Das zeigen mehrere hohen natürlichen Böschungen an den Rändern der rund 200 Meter breiten Flussniederung.

7 Alb Höhe Günter-Klotz-Anlage (Naturraum Hardtebene, Schutzgebiet Oberwald und Alb)

Seit 30 Jahren wird die Alb systematisch naturnah umgestaltet. Aus einem geradlinigen, gleichförmigen kanalartigen Fluss ist ein naturnaher Fluss geworden, was man in der Günter-Klotz-Anlage gut nachvollziehen kann.

8 Oberwald (Naturraum Hardtwald, Schutzgebiet Oberwald und Alb)

Mit dem Oberwald erreichen wir den dritten Naturraum in der Rheinebene. Für die sogenannte Kinzig-Murg-Rinne ist ein Wechsel von tiefliegenden, feuchten Flächen und höher liegenden Kiesinseln kennzeichnend. Der Oberwald ist eine solche Kiesinsel. Viele verschiedene Baumarten finden sich in diesem stadtnahen Erholungswald, darunter auch zahlreiche alte Eichen.

9 Durlach (Naturraum Kinzig-Murg-Rinne)

Die Altstadt von Durlach liegt auf einer Kiesinsel der Kinzig-Murg-Rinne. Die alten Ortsgründungen in der Kinzig-Murg-Rinne fanden auf solchen Inseln statt, die einen ausreichenden Abstand vom Grundwasser garantierten.

10 Elfmorgenbruch (Naturraum Kinzig-Murg-Rinne, Landschaftsschutzgebiet Elfmorgenbruch)

Der Wald liegt in Tieflage in der Kinzig-Murg-Rinne, in der das Grundwasser hoch ansteht und zum Teil flächenhaft überstaut. Erle und Pappel sind die Baumarten im typischen Bruchwald, die mit diesen Bedingungen am besten zurechtkommen.